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Mittwoch, 10 Dezember 2014 00:00

Drei Spiele rezensiert (Delver, Tower of Guns, Eldritch)

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Es wurde mal wieder Zeit, dass ein Artikel kommt, der letzte ist über ein halbes Jahr her.
Dieses Mal gibt es drei Roguelikes. Roguelikes gehören zu einem sehr alten Computerspielgenre, sogar einem der ältesten Computerspielgenre (alter Vertreter zum Beispiel: Nethack) überhaupt. Momentan wieder sehr beliebt und aktuell wegen Binding of Isaac: Rebirth. Binding of Isaac gehört auf jeden Fall zu den erfolgreicheren Ablegern von Roguelikes, es gibt allerdings auch viele kleine Roguelikes, die zwar auch sehr gut, aber nicht einmal im Ansatz so beliebt sind. Was Roguelikes ungefähr sind habe ich in einem alten Artikel schon einmal besprochen (Irgendwann 2013), allerdings möchte ich hier noch einmal kurz ein paar Komponenten vorstellen, die ein Roguelike ausmachen.
In der Regel ist ein Roguelike ein Singleplayerspiel, oft RPG, welches zum großen Teil zufallsbasiert ist (Räume, Items, u.ä.), ein hoher Schwierigkeitsgrad und ein Permadeathsystem ist vorausgesetzt (Wenn ich tot bin, bin ich tot und der Spielstand lässt sich auch nicht reaktivieren, zumindest nicht ohne zu tricksen - also Speichern um Ausprobieren geht nicht :D) - Charakteristisch ist in der Regel der Verzicht auf Tutorials(, die eh keiner spielt).
Ich werde euch heute drei dieser Roguelikes vorstellen: Delver, Tower of Guns, Eldritch.

Beginnen wir mit Delver:
Delver ist ein noch relativ klassisches Roguelike. Man kämpft sich durch einen Dungeon nach unten, um ein spezielles Item zu bekommen und man schafft es wieder heraus. Auf seiner Reise begegnen neben menschlichen Gegnern, vor allem verschiedenen Kreaturen, Zombies, seltsame Augen mit Tentakeln, Würmer, blaue humanoide Wesen und weit unten Skelette. Der Stil des Spiels ist hierbei 3D und besticht durch eine pixelige, charmante Grafik, für einen Eindruck hier klicken: http://puu.sh/doh1I/ae3b51004c.png
Das Spiel hat einen anfangs recht hohen Schwierigkeitsgrad, der auch eine ganze Zeit lang fordernd bleibt. Die zufällige Anordnung der Räume funktioniert auch sehr gut, wobei es ungefähr so funktioniert, das gewisse Raummodelle zufällig zusammengefügt werden, allerdings sind die einzelnen Raummodelle natürlich begrenzt, wodurch das Spiel nach einer großen Zahl an Runs oftmals erst einmal zur Seite gelegt wird. Immer mal wieder eine Runde zu spielen, macht allerdings großen Spaß. Ich hatte nur sehr selten das Gefühl, dass es unfair wäre und fand es in der Regel herausfordernd, aber machbar. Die Anzahl der Items ist für Roguelikeverhältnisse relativ niedrig, trotzdem macht es Laune, da manche Itemarten nur sehr selten vorkommen.
Ein großer Pluspunkt ist weiterhin, dass das Spiel unregelmäßig Updates erfährt, nicht nur kleine Bugfixes - die natürlich auch - sondern auch spielverändernde Updates, grafische Neuerungen, neue Raummöglichkeiten, neue Items und selten auch neue Gegner oder Items. Seit ich dieses Spiel besitze hat es einige starke Änderungen erfahren, die es auch auf lange Sicht gut spielbar und aktuell machen.
Es kostet momentan 6,99€ bei Steam und bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung. Ich empfehle vorher allerdings - wie auch bei jedem anderen Spiel - den ersten Part eines Let's Plays gesehen zu haben, um einen besseren Eindruck zu gewinnen.

Delver: 8/10

Machen wir weiter mit Tower of Guns:
Zu erst einmal. Ich liebe dieses Spiel. Ich habe viele, viele Stunden Zeit in dieses Spiel gesetzt, es macht extrem viel Spaß und fesselt einen immer wieder. Dieses Spiel ist in zweierlei Hinsicht relativ unklassisch für ein Roguelikes. Erstens ist es eine Art Shooter und zweitens gibt es gar nicht einmal so viele Items. Man bekommt am Anfang eine Waffe und beginnt vor allem diese und sich selbst durch diverse Power-Ups aufzurüsten. Hier schlägt man sich durch viele Räume und kämpft gegen einen großen Haufen von Maschinen. Reiz des Spiels machen mehrere Dinge aus. Ein abnorm ansteigender Schwierigkeitsgrad, ein verdammt schnelles Gameplay und eine ziemlich einzigartige Grafik. Für einen Eindruck von der Grafik: http://puu.sh/doixk/6389eff794.png
Nachteile dieses Spiels: es kann an manchen Stellen extrem ressourcenhungrig werden und es werden in der Regel lediglich Bugs entfernt, neue Sachen kommen kaum oder gar nicht hinzu.
Von den drei Spielen, die ich heute vorstelle, ist Tower of Guns mit Abstand das schwierigste und schnellste Spiel. Interessant sind vor allem auch die versteckten Geheimräume, allein mit dem Suchen nach den Geheimräumen kann man einiges an Zeit verschwenden. Es gibt sogar mehrere kleine Storys, welche eher auf Humor ausgelegt sind und im Hintergrund laufen, allerdings auf jeden Fall ein nettes Gimmick sind.
Es kostet auf Steam 14,99€ bei gog.com allerdings nur 11,89€ (zum Zeitpunkt der Erstellung sogar nur 5,99€).

Tower of Guns 9/10

Das dritte Game im Bunde ist Eldritch:
Eldritch ist ein von Lovecrafts Geschichten inspiriertes Indie-Game. H.P. Lovecraft ist ein lang verstorbener Horrorautor, der viel mit übernatürlichem Horror gearbeitet hat (uralte Wesen, etc.) - auch wenn das vermutlich hier wenig Leute interessiert, die gibt einige Lesungen seiner Geschichten auf Youtube. Nun aber genug davon und zurück zum Spiel. In einer Bibliothek mit unendlich vielen Büchern tritt man zu einem der magischen Bücher und kämpft sich dort durch eine unbekannte Welt mit unbekannten Wesen, um mehrere spezielle Gegenstände zu bekommen, die man am Ende zusammenfügt, um aus der Anfangsbibliothek herauszukommen. Je nach Area unterscheidet sich der Schwierigkeitsgrad erheblich.
Wieder einmal ein einzigartiger Grafikstil und hier wieder ein Eindruck: http://puu.sh/dojko/e0af875d5b.png oder http://puu.sh/dokH8/6e94601237.png
Wer ein richtiges Horrorgame erwartet wird relativ schnell enttäuscht, ein Horrorgefühl verlässt einen in der Regel in der ersten Spielstunde, auch wenn der Soundtrack anfangs eine sehr tiefe Atmosphäre verschaffen mag. Es gibt relativ wenig Items in dem Spiel, allerdings sind die Raumstrukturen gut gewählt. Es gibt relativ wenig Waffen, aber man kann gut vorankommen und verschiedene Sonderfertigkeiten, die man durch die Anbetung uralter Götter bekommt, lassen einen teilweise ein völlig neues Spielgefühl erleben.
Die Gegner sind in der Regel relativ langsam und nach einer gewissen Zeit kommt man auch gut in das Spiel rein. Die Updates hier sind auf jeden Fall ziemlich cool, da immer wieder Areas hinzugefügt werden (dieses Jahr kam eine weitere große Area), allerdings kommen die Updates langsam und an den alten Areas wird in der Regel nicht so viel hinzugefügt.
Kostenpunkt bei diesem Spiel sind 11,99€. Ich empfehle zu warten bis es etwas reduziert ist, aber 5-10€ finde ich schon angemessener, allerdings kann ich auch hier wieder sagen: Tolles Indiespiel - lohnt sich.

Eldritch: 6,5/10

Vielen Dank an alle Leser, ich hoffe, ihr könnt mit den Empfehlungen etwas anfangen und ich empfehle, wie auch schon erwähnt, vorher zu jedem Spiel ein kurzes Spielgeschehen anzusehen, schaden kann dies nicht.
Gelesen 1871 mal
Asthenar

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